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Weihnachten in PolenFür unsere polnischen Nachbarn hat das Weihnachtsfest eine besondere Bedeutung. Als katholisches Land, in dem das Kirchenjahr noch immer eine große Bedeutung hat, haben sich alte, christliche Traditionen erhalten und bestimmen das Weihnachtsfest bis heute. Für unsere Polnischen Nachbarn ist es wichtiger gemeinsam bei Tisch zu sitzen, als teure Geschenke auszutauschen. Wochen vorher freut sich die ganze Familie auf das gemeinsame Weihnachtsessen. So wird geplant, eingekauft, gebacken, gekocht und gebrutzelt. Bis der erste Stern am Heilig Abend am Himmel zu sehen ist, wird gefastet. Hier wird der Beginn des Weihnachtsfestes signalisiert. Eine große, bunte, eckig bedruckte Oblate wird gebrochen und unter den Familienangehörigen verteilt zum Zeichen, dass die Familie das Leben in Liebe miteinander teilen will. Am geschmückten Weihnachtsbaum werden die Kerzen entzündet und man setzt sich an den festlich gedeckten Tisch. Meist ist hier ein Gedeck mehr aufgelegt, um auch den nichterwarteten Gast zu bewirten. Dies soll an die Herbergssuche der Heiligen Familie erinnern. Zwölf verschiedene Gerichte stehen auf den Tisch und erinnern nach altem Brauchtum an die zwölf Apostel, die Speisen sind fleischlos. Die Fastenzeit ist erst um Mitternacht beendet und so lange wird auf den geliebten Wodka zur Verdauung verzichtet. Nach dem Essen ist es dann endlich soweit, strahlende Kinderaugen erwarten die Bescherung. Doch hier kommt nicht der Weihnachtsmann, sondern der Sternenmann und der prüft ob die Kinder artig waren. |
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