Weihnachten in England

Weihnachten wird in England etwas anders als in den südlichen gelegenen Gebieten Europas gefeiert. Knisterndes Kaminfeuer, gestrickte Strümpfe am Kamin, der Duft von gebratenem Truthahn hängt in der Luft und auf dem reich gedeckten Tisch steht der traditionelle nichtfehlen dürfende Plumpudding.

Während der Weihnachtszeit dekorieren die Engländer ihre Wohnlichkeiten mit Lorbeer, Stechpalmen und Misteln, die sie ihrem Glauben nach, vor bösen Geistern schützen sollen. Bei den britischen Familien steht am Abend des 24.Dezembers, dem "Christmas Eve" stundenlanges Essen auf dem Programm. Da darf der traditionelle Truthahn, Eierpunsch und der flambierte Plumpudding nicht fehlen.

Hat man sich die Bäuche vollgeschlagen und ist auch das letzte Familienmitglied satt, dann wird in vielen Familien ausgelassen getanzt. Maskierte Kinder und Jugendliche machen mit kleinen Feuerwerkskörpern ordentlich Krach. Vor dem Schlafen gehen werden die Strümpfe an den Kamin gehängt. Milch und Kekse für den späterwarteten Gast Father Christmas stehen bereit, denn er soll sich wenn er durch den Kamin einfliegt, zu guter Letzt noch stärken können.

Ob wohl jedes britische Mädchen oder Junge seine Strümpfe wirklich selbst gestrickt hat? So viele Ruten kann es wohl kaum geben. Zu Weihnachten sich den Bauch bei einem feudalen Essen zu füllen, geht auf den sagenumworbenen König Artus zurück. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit lud er ein zum großen Feste.